Einige Grundsätze unserer Arbeit

Viele unserer Grundsätze sind von den „Grundrechten für den Mathematikunterricht“ geprägt, die beim Verein MUED e.V. entstanden sind.

Konkret bedeutet das für uns:

  • Seit Generationen ranken sich einige Vorurteile und Fehleinschätzungen um den Mathematikunterricht. Nicht selten sind Eltern geneigt, schlechte Noten ihrer Kinder im Fach Mathematik mit den Genen zu erklären. „Ich war auch immer schlecht in Mathematik“.
    Fatal, wenn der Sohn oder die Tochter diesen Satz als Freibrief sieht und zum Anlass nimmt, in diesem Fach die Arbeit einzustellen oder auch gleich jede Anstrengung zu unterlassen. Keine leichte Aufgabe für Lehrer dagegen zu halten.
  • Oft wird auch das Maß der „Intelligenz“ einseitig mit Noten im Fach Mathematik in Zusammenhang gebracht, mit der Folge, dass sich Schüler für dumm halten, wenn sie ein mathematisches Problem nicht oder viel langsamer als andere lösen können.
  • Für intelligent halten sollte sich jeder Schüler können, ganz unabhängig von der Mathenote. Und auch „Erfolg“ sollte jeder für sich selbst definieren dürfen.
  • „Es gibt in der Mathematik nur den Lösungsweg, den der Lehrer vorschreibt“. Eine solche Einstellung führt zwangsläufig zu Ohnmachtsgefühlen und auch Langeweile.
    Jeder Schüler sollte daher selbständig denken, seinen eigenen Weg bei der Lösung gehen und auch die Hilfe des Lehrers ablehnen dürfen.
  • Gibt es überhaupt dumme Fragen? Die Schüler sollten immer das Recht haben, zu fragen und auf die Geduld der Lehrer zu vertrauen.
  • „Warum muss ich das lernen?“ Nicht immer läßt sich ein Beispiel aus dem Alltag oder dem angestrebten Beruf der Schüler finden. Es bleibt aber immer noch der Hinweis auf das Geistestraining, das in ganz vielen Lebensbereichen nützlich ist. Im Idealfall können die Schüler die Themenauswahl und die Bearbeitung im Rahmen der Lehrpläne mit- beeinflussen, um Interessantes und so für sie Bedeutendes zu lernen.
  • Sie müssen das Recht haben, die Lehrfähigkeit und auch die Lehrmethode ihres Lehrers zu beurteilen.
  • Viel Überzeugungsarbeit ist nötig, um die Einsicht zu vermitteln, dass die Leistungsfähigkeit und Kapazität des Gehirns eben nicht nur durch das Erbgut alleine bestimmt sind, sondern sehr wohl auch trainiert werden können, vor allem im jugendlichen Alter.