Berlin! Wir fahren nach Berlin! / Berlin, wir kommen!

Gesehen und erlebt haben wir unglaublich viel auf der Abschlussfahrt (13.-17.11.17) in Berlin. Mit wir meine ich die Klasse 12a, den witzigen Dresdner Busfahrer Maik, der Assistent Gerold Löger und die zwei Lehrkräfte Frau Müller und Herr Martin.

Im Hotel Mit-Mensch sind wir pünktlich zum Abendessen um 18 Uhr angekommen. Noch am selben Abend machten sich die meisten Schüler*innen gleich auf den Weg die typischen Landesspezialitäten wie z. B. Berliner Weiße auszutesten. Die gefühlten 100 Treppenstufen zum erhofften Ziel stellten überhaupt kein Problem dar: Zacharias wurde von Lasse einfach Huckepack genommen und kurzerhand hinaufgetragen. Klassengemeinschaft pur!

Auf unserer Stadtrundfahrt am Dienstag mit dem Bus blieben wir einmal stecken. Es bewegte sich überhaupt nichts mehr: Weder hinter uns, noch vor uns. Grund: Ein abgewrackter Golf, der im absoluten Halteverbot stand. Maik machte kurzen Prozess und benachrichtigte die Polizei…allerdings konnte diese zu uns auch nicht vordringen. Noch kürzeren Prozess machten wir selber: Zusammen schoben wir den Wagen einfach weg. Weg frei. Dies entwickelte sich zu unserem Motto. Probleme? Gibt es nicht. Einfach wegschieben.

An der Berliner Mauer entdeckten wir die zahlreichen bunten neu renovierten Kunstwerke. Die Stehlen verschlucken den Besucher förmlich und saugen ihn in eine eigene, ruhige, abgeschottete Welt. Am Mittwoch erzählte uns ein ehemaliger politischer Häftling über sein Revoluzzerleben in der ehemaligen DDR. Durch seine authentische und lebendige Erzählweise schaffte er es, sein Publikum zu fesseln. Einige Mutige verirrten sich am Abend in Berlins ältestes Kabarett „Die Distel“. Die Show „Heimat to go“ war politisch rasant und spitz
formuliert.

Ein Genuss.

Der Bundestag am Donnerstag mit seiner Glaskuppel war beeindruckend. Interessanter aber war das anschließende Kreuzverhör, dem sich zwei Parlamentarier unterwerfen mussten. Sie wurden auf Herz und Niere geprüft. Politik zum Anfassen. Am Nachmittag entschieden wir uns spontan für den Besuch des „Berliner Dungeons“. Eine schauspielerische Show der Spitzenklasse mit Gruseleffekt und behindertengerecht.
Den Abend ließen wir beim Thailänder „Thai A Dong“ ausklingen. Das Ausklingen-Lassen dauerte wohl bei dem ein oder andern etwas länger an.

Am nächsten Tag bei der Heimfahrt war es jedenfalls merkwürdig ruhig im Bus.