Pädagogischer Tag 2007

Über 40 Lehrkräfte und Assistent/innen trafen sich am Buß- und Bettag im Kulturhaus Milbertshofen zum Pädagogischen Tag 2007.
In diesem Jahr waren drei Referent/innen eingeladen, welche die Kolleg/innen mit zahlreichen neuen Informationen versorgten.

 

 

 

 

 

 

„Autisten sind besonders“
Frau Dr. Michele Noterdaeme von der Heckscher-Klinik in München informierte über die verschiedenen Formen des Autismus. Rund ein Viertel aller autistischen Kinder erzielt bei Intelligenztests durchschnittliche oder überdurchschnittliche Ergebnisse und könnte daher auf weiterführenden Schulen gefördert werden. Die vorhandenen Symptome (Beeinträchtigungen in Interaktion, Kommunikation und Verhaltensrepertoire) erfordern eine frühzeitig einsetzende Therapie.
Frau Dr. Noterdaeme konnte uns mithilfe von Fallbeispielen und Filmausschnitten für die Probleme sensibilisieren. Unsere Mitarbeiter/innen werden davon genauso profitieren können wie die autistischen Schüler, die unsere Schule besuchen.

 

Eine umfassende Einführung in die medizinischen Hintergründe von Spina bifida gab Dr.  Hansjörg Knorr. Bei Spina bifida, oft „offener Rücken“ genannt, handelt es sich um eine Fehlbildung des Neuralrohrs, die etwa in der 3. bis 4. Schwangerschaftswoche auftreten kann. Spina bifida tritt bei etwa 1 von 1.000 Kindern auf und kann sehr unterschiedliche Formen aufweisen. Anspruchsvoll, aber lehrsam: Gerade die medizinischen Hintergründe und Informationen über die unterschiedlichen Symptome, die diversen Entwicklungsmöglichkeiten, die Zusammenhänge mit möglichen Begleiterkrankungen werden den Kolleg/innen helfen, die Situation unserer Spina-bifida-Kinder besser zu verstehen.

 

Nach der Mittagspause war Aktivität angesagt. In einem Workshop mit Eva Loschky (www.evaloschky.de) lernten die Lehrkräfte Zusammenhänge zwischen Körperhaltung, Atmung und Stimme kennen. In zahlreichen Übungen konnten sie diese Zusammenhänge gleich überprüfen. Wenn also Lehrer/innen in den nächsten Tagen mit leicht geöffnetem Mund, wippendem Stand und einem mehr oder minder vernehmbaren „Ich bin ich“ angetroffen werden – nicht wundern: Das ist Stimmtraining 😉