Das Berufspraktikum oder „die Erprobung des Ernstfalls“

Das einwöchige Berufspraktikum der 9. Jahrgangsstufe wird seit mehreren Jahren im zweiten Halbjahr durchgeführt, vorzugsweise im Zeitraum März bis Mai. Schüler, die sich in der 7. Jahrgangsstufe für das Fach Sozialwesen entschieden haben, absolvierten ihr erstes Praktikum in einer sozialen Einrichtung bereits in der 8. Jahrgangsstufe.

Auch die Kunst- und BWR-Gruppen der 8. Jahrgangsstufe  haben die Möglichkeit ein Praktikum zu absolvieren bzw. ein Projekt durchzuführen. Die Termine sind in unserem Kalender zu finden.

Im Berufspraktikum lernen die Schülerinnen und Schüler den Berufsalltag an einem von ihnen in der Regel selbst gewählten Arbeitsplatz kennen. In dieser Zeit arbeiten sie unentgeltlich und ganztägig wie richtige Arbeitnehmer bzw. Auszubildende für „ihre“ Firma.

Die Firma kann ein Großunternehmen wie BMW oder Stadtwerke München mit hunderten von Mitarbeitern, ein mittelständisches Unternehmen wie ein Vertragshändler einer großen Automarke mit 25 Angestellten ein Kindergarten mit fünf Erzieherinnen oder eine Anwaltskanzlei mit zwei Angestellten sein. Das Praktikum kann in einer Firma des produzierenden Gewerbes, einem Handelsunternehmen, einem Dienstleistungsunternehmen einer öffentlichen Verwaltung, oder in einer sozialen Einrichtung absolviert werden – kurzum: jeder versucht zunächst einmal, sich einen Praktikumsplatz dort zu suchen, wo am ehesten die beruflichen Interessen liegen, wo es ihm oder ihr am meisten Spaß machen würde.

Bei der Wahl der Praktikumsstelle sollte bedacht werden, dass jeder Mensch mehrere Interessen hat, es aber kaum möglich ist alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Deshalb ist es wichtig herauszufinden, welche Interessen dem einzelnen für Ausbildung und Beruf am wichtigsten sind. Hierbei werden unsere Schüler durch den Berufseignungstest des GEVA-Instituts München (http://www.geva-institut.de/schulen/1470.htm) unterstützt. Für die Berufswahl ist es auch wichtig, dass sich die SchülerInnen verdeutlichen, was sie partout nicht mögen.

Sicherlich ist es für SchülerInnen der 9. Jahrgangstufe sinnvoll, sich nicht auf die Erfahrungen aus dem einen Praktikum zu verlassen, sondern eventuell in den Osterferien ein freiwilliges Praktikum anzuschließen. Damit kann Eigeninitiative und Engagement verdeutlicht werden, was sich für spätere Bewerbungen auszahlen könnte.

In Deutschland gibt es zur Zeit über 340 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe in rund 440 Fachgebieten. Im Jahre 2005 entschieden sich jedoch 60% der neuen Auszubildenden und Lehrlinge für gerade mal 25 Ausbildungszweige

Sicher lohnt es sich, für Neues offen zu sein. Das gilt auch für die Wahl der typischen Mädchenberufe.

Eine äußerst lesenswerte Broschüre hierzu hat das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (www.bbw.de/index.htm) herausgegeben: Innovative Ausbildungsberufe für Mädchen in Bayern.

Mögliche Kontakte für Betriebspraktika:

www.sprungbrett-bayern.de

www.jiz-muenchen.de/katalog/3458/3464/page/0.html

www.psg-online.com (Angebot für Menschen mit Behinderung)

www.vif-selbstbestimmt-leben.de (Angebot für Menschen mit Behinderung)

www.wkm-online.de (Angebot für Menschen mit Behinderung)

www.ausbildungsoffensive-bayern.de

www.aubi-plus.de

www.hwk-muenchen.de

www.arbeitsagentur.de

www.it-berufe.de

www.mtu.de/de/karriere/schulabgaenger/schuelerpraktikum

www.azubitage.de

www.chemieschule-bayern.de

www.stbk-muc.de

http://www.linde.com/international/web/linde/like35lindede.nsf/docbyalias/page_careers_sch_leavers

Reinald Baumhauer