Die sinnliche Wahrnehmung ist eine wesentliche Grundlage unseres Lebens und die Voraussetzung für Erfahrbarkeit von Welt. In besonderem Maße gilt dies für Menschen, die im Bereich der Gestaltung tätig sind. Hier bildet die Wahrnehmung die Basis für gestalterische Erkenntnisse und Urteile. Das geschieht sowohl in der bildnerischen Auseinandersetzung mit der sichtbaren Wirklichkeit, wie auch beim Entwickeln und Sichtbarmachen von Vorstellungen, Empfindungen und Ideen oder durch spontane und experimentelle Prozesse der Formfindung.

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln technisch-manuelle Fertigkeiten und erweitern dabei ihre Sensibilität und Kreativität. Sie finden so zu eigenständigen Ausdrucks- und Aussagemöglichkeiten in verschiedenen Darstellungsbereichen. Bei unterschiedlichen Aufgaben-stellungen lernen die Schülerinnen und Schüler zunehmend selbstständig klare Lösungen zu erarbeiten, ihre Arbeiten sauber und in  angemessener Zeit materialgerecht auszuführen und der Aufgabenstellung entsprechend zu präsentieren. Sie nehmen zu Gestaltergebnissen sachlich Stellung und sollen getroffene Entscheidungen erläutern. Besonderer Wert gilt den Arbeitstechniken in Bezug auf  ein späteres Studium und eine Berufstätigkeit wie projektorientiertes und handlungsorientiertes Arbeiten. Die unmittelbare Begegnung mit dem Original findet statt, d.h. es werden Exkursionen, Museumsbesuche und Studienfahrten durchgeführt.