Der Förderunterricht wird seit dem Schuljahr 2008/ 2009 von den Kolleginnen Dr. Sabine Teubner, Lucia Engel und dem Kollegen Dr. Markus Sachse bestritten.
Es geht darum, den Realschulstoff zu festigen und Lücken zu schließen. Der Unterricht ist stark differenziert und individuell.
12 SchülerInnen besuchen die Förderklasse.

Dr. Sabine Teubner, Dr. Markus Sachse, Lucia Engel

 

 

 

 

 

 

Henning Huttner — Ein Erfahrungsbericht

Henning Huttner arbeitete bis zum September 2007 viele Jahre lang mit Schülerinnen und Schülern der Förderklassen der Fachoberschule. Seine Förderung umfasst die Bereiche Lernorganisation, Lernen Lernen und Fächer wie Englisch, Deutsch, Mathematik. Er fasst die von ihm am häufigsten festgestellten Defizite im Fach Mathematik zusammen:

Erfahrungen aus der Förderklasse: Bei Vielen ist im Laufe der Jahre das Selbstbewusstsein und die Freude am Lösen von mathematischen Problemen und Aufgaben kaputt gegangen. Ein Weg, hier wieder Grundlagen für Erfolg und Freude im Fach Mathematik zu schaffen, ist die Stabilisierung der „basics“, des Grundwissens, damit selbstbewusst (und nicht hilflos ratend) mathematische Schritte vom Schüler ausgeführt werden können.

Im Folgenden einige der häufigsten Defizite, die immer wieder auftauchen und ein sicheres Operieren mit mathematischen Fragestellungen verhindern:

  • Vorstellen und Verwenden des Zahlenstrahls, um Zahlen und Vorzeichen sicher in den Griff zu bekommen.
  • Unterscheidung von Vorzeichen (+, -) und Rechenzeichen (+, -, ·, :).
  • Grundsätze des Setzens von Klammern (und die gewonnene Sicherheit beim Setzen von Klammern).
  • Die vier Grundrechenarten (plus weitergehende Einordnungen, z. B. verkürzte Addition/ Multiplikation; verkürzte Multiplikazion / Potenzieren).
  • Bruchrechnen, Erweitern, Kürzen, Dezimalbrüche.
  • Insbesondere: Das souveräne Wechseln von echten Brüchen zu Dezimalbrüchen (und umgekehrt).
  • Was hier bei vielen Schülern durchaus kritisch zu sehen fehlr, ist das Verständnis für unser 10er-Zahlensystem (Hunderter, Zehner, Einer, Zehntel, Hundertstel etc.; abgeleitet aus absteigenden Zehnerpotenzen).
  • Grundlegende Regeln (Kommutativ-, Assoziativ-, Distributivgesetz). Punkt- vor Strichrechnung, Ausklammern von gemeinsamen Faktoren etc.
  • „Entspannter“ Umgang mit Gleichungen.
  • Statt des „hilflosen Hängens am Taschenrechner“ (und der kritiklosen Übernahme auch vollkommen absurder Ergebnisse vom Display) eigene Abschätzung, Überblick und eigene Plausibilitätsprüfungen.